Die Pascalsche Wette….

Es ist vernünftiger, an Gott zu glauben, als nicht an ihn zu glauben. Denn wenn man an ihn glaubt, und es gibt ihn nicht, hat man nichts verloren. Gibt es ihn, hat man ein Leben in ewiger Glückseeligkeit gewonnen.

Glaubt man aber nicht an ihn, obwohl es ihn gibt, hat man es sich für alle Zeiten verscherzt und wird auf ewig im Höllenfeuer schmoren.

Frei formuliert ist dies die These, die der Philosoph Blaise Pascal zugunsten des Gottesglaubens aufgestellt hat. Klingt eigentlich ganz logisch, oder?

Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Denn die These geht davon aus, dass Gott blinden Glauben schätzt. Was aber ist,

  • wenn Gott  ein Wissenschaftler ist, der rationales Denken und natürliche Erklärungen höher bewertet als blinden Glauben? Wie könnte der Schöpfer des Universums mit all seinen Naturgesetzen, Feinheiten und Beständigkeiten KEIN Wissenschaftler sein?
  • wenn Gott es gar nicht so toll findet, dass jemand aus Angst an ihn glaubt? Die ganze Wette basiert auf der Angst vor ewiger Verdammnis und somit auf reiner Berechnung. Echter Glaube ist das nicht. Und ein Gott, dem kindlicher Glaube so wichtig ist, wird sich damit mit Sicherheit nicht zufrieden geben.
  •  wenn der Gott im Himmel gar nicht der christliche Gott ist? Wenn es sich nun in Wirklichkeit um Zeus, Wotan oder Allah handelt? Oder schlimmer noch: Was, wenn es nun einer der Konkurrenten Gottes aus dem alten Testament ist, ebenso eifer- und rachsüchtig wie JHWE? Was, wenn der wirkliche Gott Bahl ist?

Alles in allem lässt sich festhalten, dass Pascals Wette zwar ein gut gemeinter Versuch der Untermauerung des Gottesglaubens ist, einer näheren Untersuchung aber nicht stand hält. Wie auch immer ein eventueller Gott aussehen könnte, viel wahrscheinlicher ist, dass er Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit höher schätzt, als einen geheuchelten und berechnenden “Glauben”  .

Buchrezension: Richard Dawkins - Der Gotteswahn

Richard Dawkins Bestseller “Der Gotteswahn” (engl: “The God Delusion”) darf in keinem Bücherregal eines Atheisten fehlen! Der eloquente Argumentationsstil des Oxford-Professors ist bereits heute legendär.

In diesem Buch rechnet Dawkins nicht nur mit Gott, sondern auch mit den Religionen und deren diversen Behauptungen ab. Dawkins ist ein Feind der Religion und macht auch klar, warum. Mit Worten, die im Zusamenhang mit Religion harsch klingen, erklärt er, warum er die Etikettierung von Kindern als “Christen” oder “Muslime” mit Kindesmissbrauch gleichsetzt oder warum der christliche Gott in seinen Augen ein solches Scheusal ist.

Auch die Frage, ob man die Religion zur Gewinnung von Moral benötigt, beantwortet Dawkins mit klaren Worten.

Was aber ist mit den Gottesbeweisen, die von religiösen Menschen immer wieder angeführt werden? Natürlich kommen auch diese nicht ungeschoren davon. So entzaubert Dawkins nicht nur konsequent die “Beweise” des Thomas von Aquin, sondern ebenfalls weitere Argumente wie die Existenz der Heiligen Schrift oder das gelegentliche Vorkommen religiöser Wissenschaftler.

Auch woher die Religion überhaupt stammt und wie sie trotz ihrer offensichtlichen Mängel über die Jahrtausende überleben konnte, bleibt nicht ungeklärt. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Religion eine Art “Beiprodukt” des evolutionsbiologisch wichtigen Gehorsams von Kindern gegenüber den Eltern darstellt.

Was Dawkins mit seinem Buch erreichen will, macht er im letzten Kapitel klar. Die elegante Metapher der Burka, deren Sehschlitz im Rahmen einer Bewusstseinserweiterung Stück für Stück erweitert werden soll, fasst das Ziel des Buches überzeugend zusammen.

Wer der Religion immer noch Positives abgewinnen kann, wer sich ohne Religion kein moralisches Miteinander vorstellen kann oder wer immer noch auf der Kippe steht zwischen Glauben oder Nichtglauben, dem sei das Buch wärmstens empfohlen. Dawkins Hoffnung, dass jeder, der das Buch aufschlägt, nach dem Lesen ein Atheist sei, mag für eingefleischte Gläubige nicht zutreffen. Religiöse “Wackelkanditaten” oder milde Atheisten wird das Buch aber auf jeden Fall ein großes Stück weiterbringen.

Gottes Gebote?

Dieser offene Brief an eine fundamental-jüdische US-Radiomoderatorin regt mich immer wieder zum Lachen an und soll deshalb auch euch nicht vorenthalten werden:

Liebe Dr. Laura,

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche, das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.

Wenn etwa jemand versucht, seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klar gestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Leviticus 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Leviticus 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) Leviticus 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Leviticus 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Können Sie das klar stellen?

g) In Leviticus 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Leviticus 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus Leviticus 11:6-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Leviticus 19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Leviticus 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Leviticus 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

Jake

Der Text stammt von einer auch sonst sehr interessanten Website, nämlich http://www.dittmar-online.net.

Die Geschichte von Hanks Arsch

Die Geschichte von Hank habe ich neulich beim Surfen entdeckt (auf http://www.schlabonski.de/hank.html). Da sie die grundlegenden Elemente der Religionen so wunderbar persifliert, veröffentliche ich sie hier noch einmal.
Autor der Geschichte: Jim Huber, © 1996-2002. Übersetzung aus dem Englischen: Volker Dittmar.

Heute morgen klingelte die Türglocke. Als ich die Tür öffnete, sah ich ein gut gekleidetes Paar vor der Tür stehen. Der Mann sprach zuerst:

John: Hallo, ich bin John, und dies ist Mary.

Mary: Hallo! Wir möchten Sie dazu einladen, zusammen mit uns den Arsch von Hank zu küssen.

Ich: Bitte was?! Wovon reden Sie? Wer ist Hank, und warum sollte ich seinen Arsch küssen wollen?

John: Wenn Sie Hanks Arsch küssen, dann gibt er Ihnen eine Million Euro, und wenn nicht, dann wird Hank die Scheiße aus Ihnen heraus prügeln.

Ich: Was? Ist diese eine Art bizarre Erpressung eines sich ausbreitenden Mobs?

John: Hank ist ein milliardenschwerer Philanthrop [Menschenliebhaber - der Übers.]. Hank baute seine eigene Stadt. Hank besitzt diese Stadt. Er kann tun und lassen, was er will, und er möchte Ihnen eine Million Euro geben, aber er kann es nicht, bis Sie nicht seinen Arsch küssen.

Ich: Das ergibt für mich keinen Sinn. Warum …

Mary: Wer sind Sie, dass sie Hanks Geschenk so hinterfragen? Möchten Sie keine Million Euro? Ist es das nicht wert, seinen Arsch ein wenig zu küssen?

Ich: Mag ja sein, wenn es legal ist, aber …

John: Dann kommen Sie mit uns und küssen Sie seinen Arsch.

Ich: Küssen Sie Hanks Arsch oft?

Mary: Ja, sehr oft …

Ich: Und hat er Ihnen eine Million Euro gegeben?

John: Nein, tatsächlich bekommt man das Geld erst, wenn man die Stadt verläßt.

Ich: Warum verlassen Sie dann nicht sofort die Stadt?

Mary: Sie können die Stadt nicht verlassen bis Hank es Ihnen sagt, sonst bekommen Sie kein Geld, und Hank prügelt die Scheiße aus Ihnen heraus.

Ich: Kennen Sie jemanden, der Hanks Arsch geküßt hat, die Stadt verließ und eine Million Euro bekam?

John: Meine Mutter hat Hanks Arsch jahrelang geküßt. Sie hat letztes Jahr die Stadt verlassen, und ich bin sicher, sie hat ihr Geld bekommen.

Ich: Haben Sie mit ihr darüber gesprochen?

John: Selbstverständlich nicht. Hank erlaubt das nicht.

Ich: Wieso glauben Sie daran, dass Sie tatsächlich das Geld bekommen, wenn Sie niemals mit jemandem gesprochen haben, der es gekriegt hat?

Mary: Nun, Sie bekommen etwas von ihm, bevor Sie die Stadt verlassen. Vielleicht bekommen Sie eine Gehaltserhöhung, vielleicht gewinnen Sie etwas in der Lotterie, oder vielleicht finden Sie einen Zwanzig-Euro-Schein auf der Straße.

Ich: Was hat das mit Hank zu tun?

John: Hank hat da “gewisse Verbindungen”.

Ich: Tut mir leid, aber das hört sich an wie ein bizarres Hütchenspiel.

John: Aber es geht um eine Million Euro, wie kann man das dem Zufall überlassen? Und bedenken Sie, wenn Sie nicht Hanks Arsch küssen, dann wird er die Scheiße aus Ihnen heraus prügeln.

Ich: Also, wenn ich vielleicht mit Hank rede, und ich die Details direkt von ihm höre …

Mary: Niemand sieht Hank, niemand spricht mit ihm.

Ich: Wie können Sie dann seinen Arsch küssen?

John: Manchmal werfen wir ihm nur einen Kuss zu, manchmal denken wir an seinen Arsch. Manchmal küssen wir Karls Arsch und er gibt es für uns weiter.

Ich: Wer ist Karl?

Mary: Einer unserer Freunde. Er hat uns alles über das Küssen von Hanks Arsch gelehrt. Dazu mussten wir ihn nur ein paar Mal zum Essen einladen.

Ich: Und Ihr habt ihm einfach jedes Wort geglaubt, als er sagte, dass es einen Hank gibt, dass er will, dass Ihr seinen Arsch küsst, und dass Hank Euch dafür belohnt?

John: Oh nein! Karl hat vor Jahren einen Brief von Hank bekommen, in dem Hank ihm alles erklärt hat. Hier ist eine Kopie des Briefes, sehen Sie selbst.

Von Karls Schreibtisch:

  1. Küsse Hanks Arsch und er gibt dir eine Million Euro, wenn du die Stadt verläßt.
  2. Trinke Alkohol in Maßen.
  3. Prügle die Scheiße aus den Leuten heraus, die nicht sind wie du.
  4. Iß das Richtige.
  5. Hank hat diese Liste selbst diktiert.
  6. Der Mond ist aus grünem Käse.
  7. Alles was Hank sagt, ist wahr.
  8. Wasche stets deine Hände, bevor du das Badezimmer verläßt.
  9. Trinke keinen Alkohol.
  10. Iß Wiener auf süßem Brötchen, aber keine Gewürze.
  11. Küsse Hanks Arsch, oder er prügelt die Scheiße aus dir heraus.

Ich: Das scheint mir auf Karls Briefpapier geschrieben zu sein.

Mary: Hank hatte gerade kein Papier.

Ich: Ich habe den leisen Verdacht, dass dies mit Karls Handschrift geschrieben wurde.

John: Aber natürlich, Hank hat es ihm diktiert.

Ich: Ich dachte, Sie hätten gesagt, dass niemand Hank zu sehen bekommt?

Mary: Heute nicht mehr, aber vor Jahren schon. Da hat er zu einigen Leuten gesprochen.

Ich: Ich dachte, Sie hätten erzählt, dass Hank ein Menschenliebhaber ist. Was ist das für ein Philanthrop, der die Scheiße aus Leuten herausprügelt, die anders sind als er?

Mary: Das ist der Wunsch Hanks, und Hank hat immer recht.

Ich: Woher wollen Sie das wissen?

Mary: Punkt 7 der Liste sagt, daß Hank immer die Wahrheit spricht. Das reicht mir als Antwort!

Ich: Vielleicht hat Karl sich das alles bloß ausgedacht?

John: Niemals! Punkt 5 besagt, daß Hank die Liste selbst diktiert hat. Nebenbei, Punkt 2 besagt: “Trinke Alkohol in Maßen”, Punkt 4 besagt, “Iß das Richtige” und Punkt 8 sagt “Wasche stets deine Hände, bevor du das Badezimmer verläßt”. Jeder weiß, daß das richtig ist, daher muß auch der Rest wahr sein.

Ich: Aber Punkt 9 besagt “Trinke keinen Alkohol”, was nicht ganz zu Punkt 2 paßt, und Punkt 6 behauptet, dass der Mond aus grünem Käse besteht, was nun völlig falsch ist.

John: Es gibt keinen Widerspruch zwischen 9 und 2, 9 macht Punkt 2 nur klarer. Was den Punkt 6 betrifft: Sie waren niemals auf dem Mond, also können Sie nichts darüber mit Sicherheit sagen.

Ich: Wissenschaftler haben mit sehr großer Wahrscheinlichkeit festgestellt, daß der Mond aus Gestein besteht …

Mary: Aber sie wissen nicht, ob dieses Gestein von der Erde stammt, oder aus dem Weltraum, also könnte es sich genauso gut um grünen Käse handeln.

Ich: Ich bin da kein Experte, aber ich denke, die Theorie, die besagt, daß der Mond irgendwie von der Erde “eingefangen” wurde, wurde widerlegt. Aber auch wenn man nicht weiß, woher das Gestein kam, dann wird daraus nicht einfach Käse.

John: Ha! Sie haben gerade zugegeben, dass auch Wissenschaftler Fehler machen, aber wir wissen, daß Hank immer recht hat!

Ich: Wissen wir das wirklich?

John: Aber natürlich wissen wir das, Punkt 5 sagt es uns.

Ich: Sie sagen, Hank hat immer recht, weil die Liste es besagt, die Liste ist richtig, weil Hank sie diktiert hat, und wir wissen, dass die Liste richtig ist, weil die Liste dies behauptet. Das ist zirkuläre Logik, nichts anderes als wenn man sagt: “Hank hat recht, weil Hank sagt, daß er recht hat”.

John: Nun begreifen Sie es! Es ist für uns immer eine große Belohnung, wenn jemand Hanks Denkweise begreift.

Ich: Aber … na, egal. Was hat es mit den Wienern auf sich?

Mary: (errötet)

John: Wiener, auf süßem Brötchen, keine Gewürze. Das ist Hanks Art. Alles andere ist falsch.

Ich: Was ist, wenn ich kein süßes Brötchen habe?

John: Kein süßes Brötchen, keine Wiener. Ein Wiener ohne süßes Brötchen ist falsch.

Ich: Kein Gewürz? Keinen Senf?

Mary: (sieht sehr betroffen aus)

John: (schreit) Kein Grund, solche Sachen zu sagen! Gewürze aller Art sind falsch!

Ich: Also käme ein großer Haufen Sauerkraut mit gehackten Wienern nicht in Frage?

Mary: (steckt ihre Finger in ihre Ohren) Ich höre gar nicht hin. La la la, la la, la la la.

John: Das ist ekelhaft. Nur ein abnormer Bösewicht würde das essen …

Ich: Das ist aber gut! Ich esse es fast jeden Tag.

Mary: (fällt in Ohnmacht)

John: (fängt Mary auf) Nun, wenn ich vorher gewußt hätte, daß ich mit Ihnen nur meine Zeit verschwende … Wenn Hank die Scheiße aus Ihnen herausprügelt, dann zähle ich mein Geld und lache. Ich küsse Hanks Arsch für Sie, Sie brötchenloser, gehackte Wiener-und-Sauerkraut-essender Mistkerl.

Mit diesen Worten zieht John Mary in ihr wartendes Auto, und sie brausen davon.

Eventuelle Ähnlichkeiten mit real existierenden Glaubensgemeinschaften sind selbstverständlich. Rein zufällig und ganz bestimmt nicht. Beabsichtigt.

Wissenschaft und Religion - zwei verschiedene Gebiete?

Religiöse Menschen behaupten oft, Wissenschaft und Religion beschreiben zwei völlig verschiedene Gebiete und haben miteinander überhaupt nichts zu tun. Es gebe eine wissenschaftliche Wahrheit und eine spirituelle Wahrheit. Wissenschaft und Religion stünden deshalb nicht in Konflikt miteinander.

Ist das wirklich so?

Auf den ersten Blick mag das sogar stimmen. Wenn man jedoch näher hinsieht, macht die Religion viele Aussagen, auf die es eine eindeutige Antwort geben muss (und von der die Religion behauptet, diese zu kennen). Von daher handelt es sich natürlich um wissenschaftliche Behauptungen. Beispiele:

- Entweder Jesus war Gottes Sohn oder nicht. Hier kann es nur eine mögliche Antwort geben. Der Versuch, sich um diese Tatsache herumzudrücken, ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt oder nicht.

- Entweder Jesus wurde von einer Jungfrau geboren oder nicht. Wenn dem so ist, ist das ein biologisches Wunder und fällt somit ins Fachgebiet Biologie.

- Entweder Jesus und seine Jünger konnten kranke oder gar Tote heilen oder nicht. War dies der Fall, ist dafür eindeutig die Medizin zuständig. Die Aussage, irgendjemand habe Tote wieder auferstehen lassen, ist somit klar eine wissenschaftliche Aussage.

- Entweder die Erde ist Milliarden von Jahren alt oder erst 6.000. Gut, in Europa ist die zweite Behauptung wohl nicht so weit verbreitet, aber doch auf dem Vormarsch. In den USA glaubt jeder zweite Bürger an diese absurde These. Die Erde entstand demnach ca 7.000 Jahre nach dem Einzug des Ackerbaus im östlichen Mittelmeerraum. Religion und Geologie, Geschichte und Evolutionswissenschaft stehen hier in einem klaren Widerspruch.

Es gibt viele solche Beispiele, die zeigen, dass Religion und Wissenschaft miteinander unvereinbar sind. Natürlich kann man die Religion als moralische Instanz auffassen und ihren sonstigen Inhalten jegliche Authentizität absprechen. Damit degradiert man die Religion aber zu einer bloßen Philosophie, was ihren Heilsanspruch zerstören würde. Darüber hinaus stünde ein solches Verständnis der Religion im krassen Gegensatz zum tatsächlichen Glauben vieler Milliarden von Menschen. So einfach darf man es sich also wohl nicht machen…

Die Religion entstand zu einer Zeit als…

Wenn man sich überlegt, wann die drei großen Religionen Christentum, Judentum und Islam entstanden sind, kommt man zu folgendem Schluss:

Die Religionen entstanden irgendwann in der Bronzezeit. So gut wie nichts von dem, was die Menschen damals zu wissen glaubten, würde heute noch Gültigkeit besitzen.

Sie wussten nichts von Bakterien, die Krankheiten auslösen und töten können.

Sie wussten nicht, wie Gewitter und Erdbeben entstehen.

Sie wussten nicht, warum so viele Kinder schon während der Geburt starben.

Sie wussten nicht, dass sie auf einer kleinen, mit unglaublich heißem Gestein gefüllten Kugel lebten, die in einem mutmaßlich unendlichen Universum herumfliegt.

Sie wussten auch nichts davon, dass die Erde Milliarden von Jahren alt ist und das einst gigantische Monster diese Erde bevölkert hatten. Und erst recht nicht wussten sie, dass sie selber zu mehr als 99% identisches Ergbut mit jeder anderen Tierart aufwiesen und sich im Laufe von Millionen von Jahren aus Einzellern entwickelt hatten.

Betrachtet man beispielsweise die Bibel in diesem Licht, wird völlig klar, warum die Bibel solche groben Fehler enthält. Kein Buch zur Medizin oder Astronomie aus dieser Zeit würde heute auch nur ansatzweise ernst genommen. Dies gilt für jeden Bereich des Lebens außer der Religion. Hier sollen die bronzezeitlichen Mythen plötzlich als Lebensgrundlage und moralisches Korrektiv gelten.