Warum heilt Gott keine Amputationen?
Oft berichten Gläubige davon, wie Gott ihnen oder ihren Angehörigen bei Krankheit und Leiden geholfen hat. Das sind natürlich für die Begroffenen wunderbare Zeugnisse und Beweise für die Existenz Gottes. Gott ist nicht nur real, sondern kümmert sich auch um die Belange der Menschen und greift aktiv ins Geschehen ein.
Man sollte sich jedoch überlegen, welche Arten von Krankheiten geheilt werden. In Lourdes z.B. wurden bisher 67 Wunderheilungen von der katholischen Kirche anerkannt. In den letzten 120 Jahren wurden ca. 7000 Heilungen gezählt (bei 5 Millionen Wallfahrten pro Jahr ein lächerlicher Prozentsatz, der statistisch wohl noch unter den Erwartungen liegt) (Quelle, Quelle). Es handelt sich bei den Heilungen jedoch immer um Krankheiten oder Störungen, bei denen immer wieder von spontanen Heilungen berichtet wird. Ausschläge, “Bessesenheit”, Gicht, vielleicht sogar Krebs.
Niemals jedoch gibt es solche Heilungen bei Amputationen. Noch nie wurde berichtet, dass einem Gläubiger ein neues Bein gewachsen ist, nachdem er intensiv darum gebeten hat. Noch nicht einmal ein Finger oder Zeh. Was ab ist, ist ab.
Beten scheint also besonders bei Krankheiten zu helfen, die ganz oder zumindest teilweise psychischer Natur sind. Woraus die naheliegende Erklärung folgt, dass nicht Gott, sondern der Glaube des Betenden an eine Heilung diese schließlich herbeigeführt hat.
Zu diesem Thema gibt es sogar eine eigene Website (englisch): http://whywontgodhealamputees.com

