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Nach allen Regeln der Bibel leben

A. J. Jacobs, ein amerikanischer Autor, hat genau das versucht, was fundamentale Christen fordern: Er hat nach den Regeln der Bibel gelebt. Nach ALLEN Regeln. Auch den Regeln, die fast niemand kennt und niemand ernsthaft in Betracht zieht. Denn wenn die Bibel das Wort Gottes ist, dürfen wir nichts herauspicken, sondern sollten die Bibel wörtlich nehmen, oder?

Also hat Jacobs hunderte von Regeln aus der Bibel zusammen getragen und versucht, ein Jahr lang danach zu leben. Dabei kamen einige ganz lustige Begebenheiten heraus.

  • Gemäß der Bibel soll man Menschen wegen dutzenden von Gründen steinigen. Allerdings ist die Größe der Steine nicht festgelegt. Also sammelt Jacobs kleine Kieselsteine und sucht sich einen Ehebrecher, um die Erfahrung des Steinigens zu machen. Dummerweise ist der Sünder, den er sich heraussucht, nicht auf den Kopf gefallen…
  • Kleider aus Mischfasern sind laut 3. Mose 19, 19 verboten. Daher hat Jacobs zu Beginn seines Experimentes erst einmal alle seine Kleider weggepackt und sich mit einem gottgefälligen Gewand eingekleidet.
  • Gleiches gilt für die Kopf- und Gesichtsbehaarung (3. Mose 19, 27). Sein neuer Look brachte Jacobs nach eigenem Bekunden “eine Menge Wartezeit in Flughafensicherheitsbehörden ein”.
  • Auch viele weitere nach heutigen Maßstäben unsinnige Gebote versuchte Jacobs einzuhalten. In Mose 15 sind allerlei Beispiele aufgezählt, wann jemand als “unrein” gilt. Übrigens ist auch jemand, der eine nächtliche Ejakulation hatte, bis zum Abend des selben Tages unrein… Natürlich sind auch menstruirende Frauen unrein und niemand darf sitzen, wo eine Frau während ihren Tagen gesessen hat (3. Mose 15, 23). Da dies aber z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln oft schwer zu bewerkstelligen ist, hat Jacobs sich kurzerhand einen Klappstuhl besorgt und immer bei sich getragen. Seine Frau war übrigens weniger verständnisvoll und hat sich während ihrer Tage auf jede Sitzgelegenheit im Haus gesetzt, so dass Jacobs während dieses Jahres unverhältnismäßig viel stehen musste :-)

Der Autor wurde zu den Google Talks eingeladen und erzählte dort weitere lustige und interessante Erfahrungen seines Bibel-Jahres.

Gottes Gebote?

Dieser offene Brief an eine fundamental-jüdische US-Radiomoderatorin regt mich immer wieder zum Lachen an und soll deshalb auch euch nicht vorenthalten werden:

Liebe Dr. Laura,

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche, das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.

Wenn etwa jemand versucht, seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klar gestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Leviticus 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Leviticus 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) Leviticus 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Leviticus 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Können Sie das klar stellen?

g) In Leviticus 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Leviticus 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus Leviticus 11:6-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Leviticus 19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Leviticus 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Leviticus 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

Jake

Der Text stammt von einer auch sonst sehr interessanten Website, nämlich http://www.dittmar-online.net.

Wer war Jesus wirklich?

Gab es Jesus wirklich? Was ist dran an seinen Wundern? Wurde er wirklich von einer Jungfrau geboren? Erstand er wirklich von den Toten auf? Die Reportage “Jesus historisch untersucht” auf 3sat hat diese und andere Fragen beleuchtet. Ergebnis: Wenn es Jesus wirklich gab, war keines seiner angeblichen Wunder einmalig, sondern geläufige Motive der damaligen Zeit. Es bestehen sogar noch engere Anküpfungspunkte zu anderen Religionen…

Die weiteren Teile gibts bei Youtube.

Die Religion entstand zu einer Zeit als…

Wenn man sich überlegt, wann die drei großen Religionen Christentum, Judentum und Islam entstanden sind, kommt man zu folgendem Schluss:

Die Religionen entstanden irgendwann in der Bronzezeit. So gut wie nichts von dem, was die Menschen damals zu wissen glaubten, würde heute noch Gültigkeit besitzen.

Sie wussten nichts von Bakterien, die Krankheiten auslösen und töten können.

Sie wussten nicht, wie Gewitter und Erdbeben entstehen.

Sie wussten nicht, warum so viele Kinder schon während der Geburt starben.

Sie wussten nicht, dass sie auf einer kleinen, mit unglaublich heißem Gestein gefüllten Kugel lebten, die in einem mutmaßlich unendlichen Universum herumfliegt.

Sie wussten auch nichts davon, dass die Erde Milliarden von Jahren alt ist und das einst gigantische Monster diese Erde bevölkert hatten. Und erst recht nicht wussten sie, dass sie selber zu mehr als 99% identisches Ergbut mit jeder anderen Tierart aufwiesen und sich im Laufe von Millionen von Jahren aus Einzellern entwickelt hatten.

Betrachtet man beispielsweise die Bibel in diesem Licht, wird völlig klar, warum die Bibel solche groben Fehler enthält. Kein Buch zur Medizin oder Astronomie aus dieser Zeit würde heute auch nur ansatzweise ernst genommen. Dies gilt für jeden Bereich des Lebens außer der Religion. Hier sollen die bronzezeitlichen Mythen plötzlich als Lebensgrundlage und moralisches Korrektiv gelten.