Monatsarchiv für April 2008

 
 

Ist Religion von Menschen gemacht?

Viele religiöse Menschen glauben, ihre Religion sei von Gott erschaffen. Tatsächlich ist jeder religiöse Mensch, der das nicht glaubt, nicht religiös im eigentlichen Sinne. Denn was zeichnet die Religion noch aus, wenn nicht der göttliche Touch?

Eines der wichtigsten Argumente, dass Religion von Menschen und nicht von Gott gemacht ist, ist die Tatsache, dass es so viele verschiedene Religionen gibt. Stellen wir uns vor, der allmächtige Gott, Schöpfer des Universums, würde sich entschließen, sich den Menschen zu offenbaren. Wie würde er dies tun?

Würde er sich wirklich einem kleinen Stamm im Nahen Osten offenbaren? Warum? Zur gleichen Zeit waren andere Völker schon Lichtjahre weiter in ihrer Entwicklung, beherrschten Wissenschaften und Künste. Warum hat er nicht diese Menschen ausgewählt. Die Möglichkeiten, die Botschaft zu verbreiten, wären ungleich größer gewesen.

Würde er all seine Weisheit einem einzelnen Mann in einer dürren Wüste anvertrauen? Warum sollte er das tun?

Wenn Gott allmächtig ist, hat er die Möglichkeit, alle Menschen auf der ganzen Welt gleichzeitig anzusprechen. Warum sollte er den um ein Vielfaches ungewisseren und störungsanfälligeren Weg nehmen, sich auf Einen oder eine kleine Gruppe zu beschränken und darauf zu hoffen, dass diese die Distribution übernehmen?

Und wie kommt es dann, dass so viele verschiedene Religionen existieren? Teilweise mögen diese sich inhaltlich überschneiden, aber selbst die drei großen monotheistischen, abrahamitischen Religionen machen untereinander unvereinbare Aussagen über die Eigenschaften, Vorstellungen und Natur Gottes. Ganz zu schweigen, von den mehreren Tausend anderer Götter, die im Laufe der Menschheitsgeschichte auftauchten und wieder verschwanden.

Die Vielfalt der Götter und Religionen ist einer der stärksten Beweise gegen die Existenz eines Gottes. Entweder hat nur EINE Religion Recht oder KEINE. Es ist unmöglich, dass zwei oder mehr Recht haben, da sich ihre Behauptungen gegenseitig ausschließen (Bsp: Jesus = Sohn Gottes?). Anzunehmen, dass eine Recht habe und alle anderen falsch liegen, ist schon unter dem Gesichtspunkt vermessen, dass die jeweils anderen Religionen genauso fest daran glauben, im Recht zu sein. Ist es da nicht viel wahrscheinlicher, dass keiner Recht hat? Dass die Religion von Menschen gemacht wurde?

Wer war Jesus wirklich?

Gab es Jesus wirklich? Was ist dran an seinen Wundern? Wurde er wirklich von einer Jungfrau geboren? Erstand er wirklich von den Toten auf? Die Reportage “Jesus historisch untersucht” auf 3sat hat diese und andere Fragen beleuchtet. Ergebnis: Wenn es Jesus wirklich gab, war keines seiner angeblichen Wunder einmalig, sondern geläufige Motive der damaligen Zeit. Es bestehen sogar noch engere Anküpfungspunkte zu anderen Religionen…

Die weiteren Teile gibts bei Youtube.

Die Religion entstand zu einer Zeit als…

Wenn man sich überlegt, wann die drei großen Religionen Christentum, Judentum und Islam entstanden sind, kommt man zu folgendem Schluss:

Die Religionen entstanden irgendwann in der Bronzezeit. So gut wie nichts von dem, was die Menschen damals zu wissen glaubten, würde heute noch Gültigkeit besitzen.

Sie wussten nichts von Bakterien, die Krankheiten auslösen und töten können.

Sie wussten nicht, wie Gewitter und Erdbeben entstehen.

Sie wussten nicht, warum so viele Kinder schon während der Geburt starben.

Sie wussten nicht, dass sie auf einer kleinen, mit unglaublich heißem Gestein gefüllten Kugel lebten, die in einem mutmaßlich unendlichen Universum herumfliegt.

Sie wussten auch nichts davon, dass die Erde Milliarden von Jahren alt ist und das einst gigantische Monster diese Erde bevölkert hatten. Und erst recht nicht wussten sie, dass sie selber zu mehr als 99% identisches Ergbut mit jeder anderen Tierart aufwiesen und sich im Laufe von Millionen von Jahren aus Einzellern entwickelt hatten.

Betrachtet man beispielsweise die Bibel in diesem Licht, wird völlig klar, warum die Bibel solche groben Fehler enthält. Kein Buch zur Medizin oder Astronomie aus dieser Zeit würde heute auch nur ansatzweise ernst genommen. Dies gilt für jeden Bereich des Lebens außer der Religion. Hier sollen die bronzezeitlichen Mythen plötzlich als Lebensgrundlage und moralisches Korrektiv gelten.